Neue Heimat im Kochtopf

Gemeinsam kochen. Geschichten teilen. Generationen verbinden.

Nominiert für den Deutschen Engagementpreis 2026

Mit großer Freude wurde unser Projekt „Neue Heimat im Kochtopf“ für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert. Diese besondere Anerkennung bestärkt uns in unserem Engagement und zeigt, wie wertvoll Begegnungen zwischen den Generationen für ein lebendiges gesellschaftliches Miteinander sein können.

Mit „Neue Heimat im Kochtopf“ bringt das RUMI Kulturzentrum e.V. junge Menschen und ältere Frauen aus Kassel an einen gemeinsamen Tisch. Im Mittelpunkt stehen nicht nur traditionelle Gerichte und alte Familienrezepte, sondern vor allem Begegnung, gegenseitiges Kennenlernen und ein lebendiger Austausch zwischen den Generationen.

Ziel des Projekts

„Neue Heimat im Kochtopf“ möchte Menschen zusammenbringen, deren Lebenswelten auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen.

Durch regelmäßige persönliche Begegnungen sollen Berührungsängste abgebaut und gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Die Jugendlichen lernen die Geschichten, Erfahrungen und Traditionen einer älteren Generation kennen. Gleichzeitig können die Seniorinnen ihr Wissen, ihre Erinnerungen und ihre persönlichen Rezepte weitergeben.

Das gemeinsame Kochen schafft dafür eine ungezwungene Atmosphäre. Sprache wird nicht theoretisch gelernt, sondern im Gespräch ganz selbstverständlich angewendet. Gleichzeitig erleben die Jugendlichen Zugehörigkeit und Wertschätzung, während die älteren Teilnehmerinnen erfahren, dass ihre Erfahrungen und ihr Wissen für die junge Generation von Bedeutung sind.

Von Jugendlichen entwickelt und gestaltet

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die aktive Rolle der Jugendlichen. Das Projekt wird von einer Gruppe junger Menschen aus dem Umfeld des RUMI Kulturzentrums gestaltet. Laut Projektantrag engagieren sich zehn Jugendliche im Projekt.

Sie übernehmen selbst Verantwortung und organisieren unter anderem die Einkäufe, bereiten die Küche vor, unterstützen die Seniorinnen beim Kochen und kümmern sich anschließend auch um das gemeinsame Aufräumen.

Das RUMI Kulturzentrum stellt dafür seine Räumlichkeiten und die ausgestattete Küche zur Verfügung. Eine erwachsene Begleitperson unterstützt insbesondere bei Sicherheitsfragen in der Küche und begleitet die Gruppe beim gemeinsamen Ausflug.

So läuft „Neue Heimat im Kochtopf“ ab

Bevor überhaupt der erste Kochtopf auf den Herd kommt, steht das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt.

Bei einem gemütlichen Treffen mit Kaffee und Kuchen kommen Jugendliche und Seniorinnen zunächst miteinander ins Gespräch. Die Seniorinnen erzählen von ihren Lieblingsgerichten aus ihrer Kindheit und den Erinnerungen, die sie damit verbinden. Gemeinsam werden anschließend Rezepte ausgewählt und die nächsten Termine geplant.

Danach folgen innerhalb von zwölf Monaten vier gemeinsame Kochaktionen. Die Jugendlichen kaufen die benötigten Zutaten ein und bereiten gemeinsam mit den Seniorinnen die Gerichte zu. Die älteren Teilnehmerinnen übernehmen dabei gewissermaßen die Rolle der „Küchenexpertinnen“: Sie zeigen den Jugendlichen ihre traditionellen Rezepte und erzählen die Geschichten dahinter.

Nach dem Kochen wird selbstverständlich gemeinsam gegessen. Gerade diese Zeit am Tisch bietet Raum für Gespräche, persönliche Geschichten und gegenseitiges

Ein Rezeptbuch voller Erinnerungen 📖

Die Rezepte und Geschichten sollen nicht verloren gehen.

Deshalb entsteht im Laufe des Projekts ein kleines, handgeschriebenes Rezeptbuch mit dem Titel „Neue Heimat im Kochtopf“. Darin werden die Lieblingsgerichte der Seniorinnen aus ihrer Kindheit festgehalten.

So bleibt am Ende nicht nur die Erinnerung an gemeinsame Kochabende, sondern auch etwas ganz Persönliches, das die Erfahrungen der älteren Generation bewahrt und an die jüngere Generation weitergibt.

Gemeinsamer Abschluss

Den Abschluss bildet ein gemeinsam geplanter Ausflug der Jugendlichen und Seniorinnen.

Dabei geht es noch einmal bewusst darum, außerhalb der Kochtermine Zeit miteinander zu verbringen und die entstandenen Beziehungen zu stärken. Das langfristige Ziel reicht sogar über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus: Die Jugendlichen möchten den Kontakt zu den Seniorinnen aufrechterhalten und auch später gemeinsame Treffen oder kleinere Unternehmungen organisieren.

Nominiert für den Deutschen Engagementpreis 2026

Mit großer Freude wurde unser Projekt „Neue Heimat im Kochtopf“ für den Deutschen Engagementpreis 2026 nominiert. Diese besondere Anerkennung bestärkt uns in unserem Engagement und zeigt, wie wertvoll Begegnungen zwischen den Generationen für ein lebendiges gesellschaftliches Miteinander sein können.

Mit „Neue Heimat im Kochtopf“ bringt das RUMI Kulturzentrum e.V. junge Menschen und ältere Frauen aus Kassel an einen gemeinsamen Tisch. Im Mittelpunkt stehen nicht nur traditionelle Gerichte und alte Familienrezepte, sondern vor allem Begegnung, gegenseitiges Kennenlernen und ein lebendiger Austausch zwischen den Generationen.

Mehr als ein Kochprojekt

„Neue Heimat im Kochtopf“ zeigt, wie aus einer einfachen gemeinsamen Tätigkeit echte Begegnung entstehen kann.

Jung und Alt begegnen sich auf Augenhöhe. Erfahrungen werden weitergegeben, Geschichten werden gehört und aus zunächst fremden Menschen können vertraute Gesichter werden.

Damit möchte das Projekt nicht nur vier schöne Kochnachmittage ermöglichen. Es möchte zeigen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dort beginnt, wo Menschen sich Zeit füreinander nehmen.

Ein Tisch. Zwei Generationen. Viele Geschichten – und vielleicht ein neues Stück Heimat.